16. Mai 2007

Sammeltag in Bad Salzuflen

Von Ronald Pabst

Früh am Morgen machten sich Alexander Slonka, Stefan Wolf und Ronald Pabst auf den Weg nach Bad Salzuflen. Dort dortige Wählergemeinschaft hatte uns zu einem Demokratietag eingeladen.

Die Anreise über die verstopfte A2 dauerte länger als gedacht. Wir standen in mehreren Staus, es regnete heftig. Wir erreichten schließlich Bad Salzuflen mit über zwei Stunden Verspätung.

Das Wetter hatte sich - wie angekündigt - aufgeheitert. So konnten wir mit der Sammlung loslegen. Die Sammlung war harte Arbeit, wie immer. Jede Unterschrift will verdient sein.

Man muss jeden einzelnen ansprechen. Hierbei ist der erste Satz entscheidend. Mit "Sind sie für Einführung von Panaschieren und Kumulieren" kann man ziemlicher Sicherheit jedweden Erfolg vermeiden. Unsere Radlerin Ramona hat mir da die ein paar gute Tipps gegeben. Mit "Wir sammeln Unterschriften für mehr Bürgerechte" und dem Wort "Volksinitiative" hatte ich Erfolg. Viele Menschen blieben stehen und ließen sich in ein Gespräch verwickeln. Die meisten unterschreiben am Ende auch. Allerdings hörte ich ebenso viele abweisende Sprüche: "Das Wetter ist zu schön für Politik." "Das hat alles sowieso keinen Sinn." Das kann einem schnell die Motivation rauben. Da heißt es: Schwamm drüber, weitermachen.

Ich bekam an dem Tag noch am Vormittag eine Liste mit Bürgern aus Bad Salzuflen voll. Auch die anderen sind zufrieden. Die Stadt ist ja ein Kurort, dementsprechend treffen wir viele Ortsfremde. Für diese Städte fangen wir je eine eigene Liste an. Bei Alexander hat sogar eine Frau aus Köln unterschrieben. Das passt ja, wir sind ja heute früh in der Domstadt gestartet.

Wir machten eine Pause und lernten eine hiesige Spezialität kennen: "Lippischen Pickert". Eine Art süßer Pfannekuchen mit Rosinen, der mit Leberwurst verzehrt wird. Das klang für uns erstmal fremd, entpuppte sich als extrem lecker. Diese Entdeckung war schon fast die Reise wert.

Der Sammelnachmittag hatte dann deutlich weniger Dynamik. Mehr als 200 Kilometer Anfahrt, Staus und frühes Aufstehen hatten dann doch an den Kräften gezehrt.

Gegen 16:00 bauten wir den Stand ab. Wir wurden von Reiner Toppmöller von der WfU mit Erbenssuppe und Insider-Informationen aus der Lokalpolitik versorgt. Abends hielt Alexander dann gewohnt routiniert einen Vortrag zum Wahlrecht.

Wir haben den Ort mit einem guten Gefühl verlassen: Die zugesagten 500 Unterschriften aus Bad Salzuflen werden kommen, vielleicht ja sogar ein paar mehr.




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