03. Dezember 2007

Weihnachtsmarkt in Hohenlimburg

Von Ronald Pabst

Manche Fehlentscheidung der Politik haben eine lange Wirkung. Dieses merken Alexander Slonka, Andreas Vollmer und ich an diesem Samstag in Hohenlimburg. Die Stadt ist seit 1975 ein Teil von der Stadt Hagen. In dieser Zeit sind ja viele einst unabhängige Orte größeren Städten und Gemeinden angeschlossen worden. Oftmals gegen den erbitterten Widerstand der Einwohner. In den meisten Fällen war dieser erfolglos.

 

Und so wurde bereits unser Mann am Telefon, Ralf Wisniewski, bei den vorbereitenden Gesprächen belehrt: Hohenlimburg sei nicht Hagen, so hieß es in den Gesprächen. Er kannte ja die lokalen Gegebenheiten nicht so genau.

Wir hingegen merken schon auf der Anfahrt, dass es zwei unabhängige Orte (gewesen) sind. Unser Navigationssystem lotste uns zunächst durch das nicht ganz so hübsche Zentrum von Hagen. Hochstraßen sind auch so eine bleibende Sünde der Stadtplanung. Wer schon einmal durch Hagen fuhr, wird wissen, was ich meine. Erst eine ganze Weile, nachdem wir das Zentrum hinter uns gelassen haben, kommen wir in Hohenlimburg an. Unser heutiger Sammelort liegt malerisch in einem Tal.

 

Wir wurden von unseren lokalen Unterstützern anlässlich des hiesigen Weihnachtsmarktes eingeladen. Die Sammlung verläuft zunächst schleppend. Ich befürchte schon, keine zehn Unterschriften zu bekommen. Alex geht es noch schlechter, seine Liste bleibt lange Zeit leer. Nur ich gehe unermüdlich voran und sammel Unterschrift um Unterschrift. Aber unser Durchhaltevermögen wird dann belohnt. Nachdem wir dem Stand abgebaut haben, sammeln wir am Eingang des Weihnachtsmarktes. Und kommen zusammen auf über 200 Unterschriften, das ist für einen Samstag in der Innenstadt ein sehr gutes Ergebnis. Wir wären schon mit der Hälfte zufrieden gewesen. Ich mache am Ende ein Foto mit der Crew und Ihrer Beute am Auto.

Nicht wenige der Unterzeichner hatten Hohenlimburg als Ort eingetragen. Wir können das verstehen, nachdem wir den Weihnachtsmarkt erlebt hatten. Er blieb uns in schöner Erinnerung. Die Vereine Hohenlimburgs haben sich vorgestellt. Auf einer Bühne wurde von den Kindern des Ortes ein Krippenspiel aufgeführt. Die Veranstaltung unterschied sich sehr angenehm von den Kommerz-Festivitäten, die mir in vielen Innenstädten die Vorfreude auf Weihnachten meist gründlich austreiben. Hier lebt lokale Kultur.




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