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Ein Mann für alle Fälle

Ein Mann für alle Fälle

Er mobilisiert die Wählergemeinschaften im gesamten Kreis Aachen, organisiert Info-Stände und Aktionen, informiert die Presse vor Ort über die Volksinitiative und hält uns mindestens einmal täglich mit einem Anruf über die Aktivitäten vor Ort auf dem Laufenden. Manfred Waltermann von der UWG Eschweiler ist unser "Mann für alle Fälle". Wir haben ihn zu seinem Vorgehen im Kreis Aachen befragt.

 

 

Mehr Demokratie: Herr Waltermann, seit wann sind Sie politisch aktiv und warum engagieren Sie sich in der Kommunalpolitik?

 

Manfred Waltermann: Als Jahrgang 1938 habe ich die Nachkriegs- und Aufbauzeit bewusst miterlebt. In einer Kaufmannsfamilie bin ich über den liberalen Vater bereits früh politisch interessiert gewesen. Allerdings habe ich seit der unseligen Ära Mende keinerlei Lust verspürt, einer Partei beizutreten. Ich konnte und kann meine Ansichten und Entscheidungen nicht nach anderer Leute Fahnen ausrichten.

Im Frühjahr 1994 waren es dann aber in der Stadt politische Fehlentwicklungen - speziell im Finanzbereich -, die eine kleine Gruppe von Bürgern auf den Plan gerufen haben. Wir haben eine freie Wählergemeinschaft gegründet, die wir gegen erbitterten Widerstand der etablierten Parteien innerhalb eines halben Jahres auf 14,3 Prozent der Wählerstimmen und sieben Ratsmandate gebracht haben. Unsere gemeinsame politische Zielsetzung ist es, kritisch die Gemeindepolitik zu beurteilen und sparsam mit den Geldern der Bürger umzugehen.

 

Mehr Demokratie: Warum unterstützen Sie die Volksinitiative "Mehr Demokratie beim Wählen"?

 

Waltermann: In Zeiten, wo leider viele Bürger sich über immer mehr Dinge ärgern, aber genau mit ihrer passiven Haltung -"Ich gehe nicht mehr zur Wahl" das Falsche tun, sehe ich es für mich persönlich als Bürgerpflicht an, diesen Fehlentwicklungen mit aller Macht entgegen zu treten.

Leider ist auch mir - wie vielen Bürgern in NRW - lange gar nicht bewusst gewesen, wie doch das antiquierte Wahlrecht die Macht weniger Interessenvertreter stabilisiert. Nachdem bei mir die Erkenntnis geweckt war, dass sich notwendige Veränderungen nur über mehr Mitbestimmung der Bürger umsetzen lässt, habe ich - trotz Rentenalter - mich aufgerufen gefühlt, unsere Wählergemeinschaft für "Mehr Demokratie" zu interessieren.

 

Omnibus für Direkte Demokratie vor dem Düsseldorfer Landtag

Mehr Demokratie: Was haben Sie im Kreis Aachen in Sachen Volksinitiative unternommen?

 

Waltermann: Auf Kreisebene habe ich als 2. Vorsitzender die angeschlossenen Wählergemeinschaften über den Vorstand ebenfalls aktiviert. Wir waren beim Kampagnenseminar in Bochum dabei und unterstützen seither die laufende Unterschriftensammlung nach Kräften.

 

Mehr Demokratie: Was sagen die Bürger bei der Unterschriftensammlung zum neuen Wahlrecht?

 

Waltermann: Es macht richtig Spaß, sich in der wahllosen Zeit mit Bürgern über ein so wichtiges Thema unterhalten zu können. Ich bin sicher, dass dieses Thema Wahlrecht gerade für die freien Wähler eine große Chance bietet, Vorreiter für eine wieder herzustellende Demokratie zu sein und den Bürgern deutlich zu machen, dass sie nur über gezieltes Wählen Veränderungen herbei führen können.

Das etwas trockene Thema haben wir für die kreisangehörigen Wählergemeinschaften und die Bürger etwas freundlicher durch einen Prospekt aufgearbeitet, der zum Lesen und Informieren anregt. Sicherlich ist es nicht jedem gleich gut gegeben, Bürger auf der Straße anzusprechen. Deshalb haben wir parallel über Kontaktpersonen Mitmenschen im Verwandten- und Bekanntenkreis angesprochen und werden dies mit wachsendem Erfolg auch noch mindestens bis Ende Juni tun.

 

Ramona Pump

Mehr Demokratie: Wie haben Sie die Lokalpresse angesprochen, wie hat sie reagiert und wie war die Resonanz?

 

Waltermann: Wie Sie der Lokalpresse entnehmen konnten, ist die Unterschriftensammlung über nahezu alle Lokalredaktionen vor Ort positiv begleitet worden. dazu hat sicherlich auch beigetragen, das der Omnibus drei Tage in Aachen und weitere drei Tage in Jülich und Düren präsent war. Mehr noch - aus meiner Sicht - ist aber die radelnde Ramona ein Glücksgriff für alle Mitstreiter vor Ort, weil sie auf ihre gewinnende und ausdauernde Art Menschen anzusprechen und zu überzeugen in der Lage ist.

 

Mehr Demokratie: Welche weiteren Aktionen sind für die Volksinitiative im Kreis Aachen geplant?

 

Waltermann: In den nächsten Wochen werden die einzelnen Ortsvereine das Gespräch mit den Bürgern weiter intensiv pflegen. Die Zahl der Bürger, die inzwischen eine Grundinformation aufgenommen haben wächst beständig, so dass der Erfolg unserer Volksinitiative kaum noch zu vermeiden ist.

 

Volksinitiative: mitmachen!

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